Harry Spence Lyth - Biography

Harry Spence Lyth

Resumé

Email: harry@harrylyth.com

Web: http://harrylyth.com

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Temistocle , Berliner Kammeroper

...Geradezu furios, glasklar und scharfkantig transparent lässt der englische Dirigent Harry Spence Lyth die Ouvert¨re zu Johann Christian Bachs Opera Seria im intimen Berliner Hebbel-Theater aufbrausen. Vom ersten bis zum letzten Moment holt er die rasante, temperamentvolle Spannung seiner Bach-Wiederbelebung durch und demonstriert eindrücklich, dass man auch auf so genannten modernen Instrumenten historisch informierte Aufführungspraxis praktizieren kann, erfrischend vital und doch stilistisch hieb- und stichfest nach den Regeln der Entstehungszeit.

(Dieter David Scholz, WDR Dortmund)

Das Orchester unter Harry Spence Lyth spielt mit beglückender Lebendigkeit, wach für Artikulation, für die gestischen Unterschiede und Architektonik der Musik.

(Berliner Zeitung 16.7.1999)

Maria de Buenos Aires (Piazzolla)

Unter der sehr exakten und inspirierten Leitung des jungen britischen Dirigenten Harry Spence Lyth, der übrigens vor zwei Jahren schon mit einer außerordentlichen Ausgrabung von Johann Christian Bachs Oper Temistocle Aufsehen erregte, konnte das Stück seine Wirkung nicht verfehlen. Timing und Koordination waren exzellent.

(Dr. Dieter David Scholz, DEUTSCHE WELLE, 6.5.2002)

Ariadne auf Naxos, Budapester Kammeroper

The name of Harry Spence Lyth, the guest conductor for the evening, was unknown to me, but he made a very favourable impression. Lyth conducted with a sure hand and a fine sense for Straussian lyricism.

(Opera, March 1992)

Harry Spence Lyth, Dirigent

Harry Spence Lyth hat sich umfangreiche Anerkennung als herausragender Dirigent sowohl des sym-phonischen wie des Opernrepertoires erworben. Internationale Engagements in Italien, der Schweiz, in Deutschland, Brasilien, Portugal, Australien und Ungarn haben ihm umfassende Einblicke in unter-schiedliche Traditionen und Kulturen vermittelt und hierdurch maßgeblich zu seiner künstlerischen Entwicklung und damit der Herausbildung einer vielseitigen Musikerpersönlichkeit beigetragen.

Zeitgleich mit seiner Karriere als Dirigent professioneller Ensembles und Orchester ist Lyth seit 1978 als Dirigent und Dozent an der Universität der Künste (ehemals Hochschule der Künste) Berlin tätig. Die Arbeit mit jungen Orchestern und Dirigenten ist seither ein wesentlicher Bestandteil seines künstlerischen Wirkens. Sein Talent und seine Fähigkeiten in Bezug auf die Aus- und Fortbildung junger Orchester und Dirigenten führten ihn jüngst nach Sydney/Australien sowie nach Neuseeland.

Geboren in Hastings/England, erhielt Lyth im Alter von vier Jahren ersten Klavierunterricht. Sein erster Soloauftritt erfolgte bereits vier Jahre später. Mit neun Jahren begann er Violine zu spielen, wodurch er früh Erfahrung im Ensemble- und Orchesterspiel erwarb. Nach anfänglichen Studien der Naturwissenschaften an der Universität von Cambridge entschied er sich doch für die Musikerlaufbahn. Mit Hilfe eines Stipendiums reiste er nach Italien, wo er am Mailänder Konservatorium Giuseppe Verdi bei Bruno Maderna und Mario Gusella Dirigieren studierte. Ein Aufenthalt am Mozarteum Salzburg bei Carl Melles schloss sich an. Ein Dirigierkurs bei Leonard Bernstein in Tanglewood hinterließ bleibende Eindrücke bei dem heranwachsenden Künstler. In der Zusammenarbeit mit M° Isaac Karabtchevsky (Brasilien) und M° Erich Bergel (Berlin) entwickelte er eine umfangreiche Kenntnis der Opern- und Konzertliteratur.

Nach seinem Debüt an der Piccola Scala in Mailand 1974 wurde Lyth zum Studienleiter und Dirigenten des Stadttheaters St. Gallen/Schweiz ernannt. Über vier Jahre hinweg erwarb er hier grund-legende Erfahrungen im Bereich der Oper, des Balletts und des symphonischen Repertoires. Er gründete ein Ensemble für Neue Musik und wechselte im Anschluss daran nach Berlin, von wo aus er seine internationale Karriere als Gastdirigent begann. Für weitere vier Jahre war er regelmäßiger Gastdirigent in São Paulo und Rio de Janeiro (Wozzeck, Der Fliegende Holländer u.a.). Einladungen nach Portugal (Gulbenkian-Orchester), Polen (Polnisches Kammerorchester mit Sabine Meyer) und Ungarn folgten. In Ungarn dirigierte er eine vielbeachtete Produktion von Richard Strauss' Ariadne auf Naxos. Weitere Orchester, mit denen er konzertierte: Berliner Philharmonisches Orchester (associate conductor bei M. Kagels Erschaffung der Welt, 1983), L'Orchestra di Pomeriggi Musicali, Milano, Potsdamer Philharmonie, The Michael Nyman Band, Sinfonieorchester Stettin, Dohnányi Sinfonieorchester Budapest, Orquestra Municipal São Paolo, Orquestra Brasileira Rio de Janeiro.

In Berlin dirigierte Lyth zahlreiche Produktionen für die Berliner Kammeroper. Außerdem war er Gründer, Geschäftsführer sowie Künstlerischer Leiter zweier wichtiger Festivals, wovon das eine, 1995, dem Leben und Werk Michael Tippetts, das andere, fünf Jahre später, dem Filmkomponisten Michael Nyman gewidmet war. Die Weltaufführung von Nymans Oper Facing Goya leitete er auf Einladung des Komponisten im Rahmen des International Arts Festival in Santiago de Com-postela/Spanien (Kulturhauptstadt Europas 2006).

Im Januar 2006 war er eingeladen, mit einem Konzert am neuen Palast der Künste die Mozartfeiern in Budapest zu eröffnen und im August 2007 wird er bei den internationalen Musiktagen in Nyírbátor/ Ungarn das abschließende Konzert dirigieren.